Was ein Website-Relaunch kostet: die Posten im Budget

Ein Website-Relaunch hat keinen Listenpreis, weil nicht „eine Website“ bezahlt wird, sondern Aufwand je Posten: Konzept, Gestaltung, Umsetzung, Inhalte, Weiterleitungen, Test, Start. Wer diese Posten einzeln lesen kann, kann zwei Angebote vergleichen, die sich um den Faktor drei unterscheiden — und sagen, woran der Unterschied liegt. Dieser Beitrag zerlegt das Budget, benennt die Posten, die in Angeboten regelmäßig fehlen, und zeigt, was nach dem Start weiterläuft. Stand: Oktober 2026.

Die Maßeinheit ist der Personentag

Ein Angebot wird erst vergleichbar, wenn es in Aufwand gerechnet ist. Einen Marktwert für die Umrechnung können Sie nachschlagen: Der Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap weist für die Gruppe Software- und Webentwicklung einen Median von 90 Euro pro Stunde aus, bei 356 Befragten in dieser Gruppe; über alle IT-Tätigkeiten liegt der Median bei 95 Euro und der Durchschnitt bei 97 Euro. Bei acht Stunden ergibt das rund 720 Euro pro Personentag.

Diese Zahl ist eine Hochrechnung aus einem Marktwert für Freiberufler — nicht unser Satz und keine Preisauskunft. Agenturen liegen darüber, weil Projektleitung, Test, Dokumentation und Vertretung im Krankheitsfall mitfinanziert werden; Anbieter mit Umsetzung im Ausland liegen darunter, verlagern aber Abstimmungsaufwand zu Ihnen. Die grundsätzliche Frage nach Stundensatz, Festpreis und Abrechnung nach Aufwand ist nicht relaunch-spezifisch und steht ausführlich in Software entwickeln lassen: was es wirklich kostet. Hier geht es um die Posten, die ein Relaunch zusätzlich hat.

Die sieben Posten eines Relaunch-Budgets

Die folgenden Spannen sind Erfahrungswerte aus unseren eigenen Projekten, keine Markterhebung. Sie beziehen sich auf eine Unternehmensseite mit 20 bis 60 Seiten, einer Sprache, ohne Shop und auf einer gängigen CMS-Plattform. Eine Spanne ist kein Mittelwert. In einem realen Projekt liegt ein Teil der Posten am unteren und ein anderer am oberen Rand — die Summe aller Obergrenzen ist kein Projekt, sondern eine Rechenübung.

Posten Was darin steckt Aufwand Woran er teuer wird
Konzept und Struktur Ziele, Bestandsaufnahme, Seitenstruktur, Suchbegriffe je Seite 3–8 PT Zahl der Beteiligten; Umbau der Struktur statt Übernahme
Gestaltung Entwürfe für die Seitentypen, Bildsprache, Zustände für Formulare und Fehler 4–12 PT Zahl eigener Seitentypen; offene Zahl der Korrekturrunden
Technische Umsetzung Vorlagen im CMS, Formulare, Navigation, Geschwindigkeit, Auszeichnung 8–25 PT Jede Sonderfunktion; jede Schnittstelle zu einem Fremdsystem
Inhalte und Datenübernahme Texte übertragen oder neu schreiben, Bilder aufbereiten, Altbestand prüfen 3–15 PT Seitenzahl; die Frage, wer schreibt
Weiterleitungen Verzeichnis der alten Adressen, Zuordnung je Adresse, Prüfung nach dem Start 1–4 PT Zahl der alten Adressen; Wechsel des Adressschemas
Test und Abnahme Geräte und Browser, Formulare, Barrierefreiheit, Abnahmeprotokoll 2–6 PT Prüftiefe bei Barrierefreiheit; Zahl der Formularwege
Start und Nachlauf Umschaltung, Messung, Fehlerbehebung in den ersten Wochen 1–4 PT Umzug von Domain und Postfächern; Übergabe an den Betrieb

Zusammen sind das etwa 22 bis 74 Personentage. Die Phasenlogik und die Termine dahinter sind nicht Thema dieses Beitrags — sie stehen mit prüfbaren Ergebnissen je Phase in Website-Relaunch: Projektplan mit Meilensteinen.

Die Kostentreiber, die zwei Angebote auseinanderziehen

Seitenzahl, aber in Seitentypen gerechnet. 200 Seiten sind nicht zehnmal so teuer wie 20, wenn sie dieselben vier Vorlagen benutzen. Teuer wird die Zahl der unterschiedlichen Seitentypen: Startseite, Leistungsseite, Übersicht, Beitrag, Person, Standort, Formularseite. Jeder Typ ist Gestaltung, Umsetzung und Test. Fragen Sie im Angebot nach der Zahl der Vorlagen, nicht nach der Zahl der Seiten.

Datenübernahme. Der Unterschied zwischen „Inhalte werden übernommen“ und „Inhalte werden neu geschrieben“ ist der größte einzelne Posten, den ein Angebot verstecken kann. Dazwischen liegt eine dritte Variante, die in der Praxis am häufigsten vorkommt: übernehmen, kürzen, Überschriften und Verlinkung nacharbeiten. Legen Sie vorher fest, welche der drei Varianten gemeint ist, und zwar je Seitentyp.

Schnittstellen. Eine Seite, die nur sich selbst kennt, ist günstig. Sobald ein Fremdsystem beteiligt ist — Bewerbungsportal, CRM, Newsletter-Dienst, Produktdatenbank, Terminbuchung — hängt der Aufwand daran, was dieses System tatsächlich anbietet: eine dokumentierte Schnittstelle, einen Datenbankzugriff oder einen nächtlichen Export. Zwischen diesen drei Fällen liegen Wochen, nicht Tage.

Mehrsprachigkeit. Die zweite Sprache kostet nicht nur Übersetzung. Sie kostet eine zweite Redaktion, eine Sprachauswahl in der Navigation, hreflang-Auszeichnung, doppelte Rechtstexte und — am teuersten — die dauerhafte Pflicht, Änderungen in beiden Ständen nachzuziehen. Kalkulieren Sie die zweite Sprache als eigenen Posten im Betrieb, nicht nur im Projekt.

Freigabewege. Zwei Entscheider mit einem Termin pro Woche sind ein anderes Projekt als ein Gremium mit monatlicher Sitzung. Das schlägt nicht nur auf den Terminplan, sondern auf die Kosten durch: Jede Korrekturrunde ist Arbeitszeit, und jeder Wiedereinstieg nach einer Pause kostet Einarbeitung. Angebote, die die Zahl der Korrekturrunden nicht begrenzen, sind kalkulatorisch offen.

Sonderfunktionen. Konfigurator, Download-Bereich mit Anmeldung, Veranstaltungskalender, Stellenbörse, Filialsuche, mehrstufiges Anfrageformular: Jede dieser Funktionen ist ein kleines eigenes Vorhaben mit Konzept, Umsetzung, Test und Pflege. Eine Zeile „inkl. Konfigurator“ in einem Angebot ist kein Leistungsumfang, sondern eine Absichtserklärung.

Was Sie selbst liefern — und was es kostet, wenn nicht

Vier Dinge liegen beim Auftraggeber: Texte und Bilder oder die Entscheidung, sie einzukaufen; Zugänge zu Domain, Hosting und Altsystem; ein Ansprechpartner, der entscheiden darf; vereinbarte Freigabefristen. Diese Mitwirkung ist keine Nebensache, sondern Vertragsgegenstand. Nach § 642 Absatz 1 BGB kann der Unternehmer eine angemessene Entschädigung verlangen, wenn eine zur Herstellung des Werkes erforderliche Handlung des Bestellers ausbleibt und dieser dadurch in Annahmeverzug kommt; die Höhe bestimmt sich nach Absatz 2 einerseits nach Dauer des Verzugs und Höhe der vereinbarten Vergütung, andererseits nach dem, was der Unternehmer dadurch erspart oder anderweitig verdienen kann.

In der Praxis wird dieser Anspruch selten geltend gemacht — die Kosten entstehen trotzdem, nur auf einem anderen Weg. Fehlen die Texte, schreibt sie am Ende der Anbieter, und das ist der Posten „Inhalte“ zum Agentursatz statt zum internen Satz. Fehlt der Entscheider, wird eine Phase zweimal angefahren. Fehlen die Zugänge, verschiebt sich der Starttermin in eine Woche, in der niemand Zeit für die Nachkontrolle hat. Wer seine Mitwirkung realistisch einschätzt und das Schreiben der Texte bewusst einkauft, zahlt dafür einen Preis und bekommt dafür einen Termin. Wer sie zusagt und nicht liefert, zahlt beides.

Posten, die in Angeboten regelmäßig fehlen

  • Weiterleitungskonzept. Beim Adresswechsel braucht jede alte Adresse ein Ziel, und das muss jemand zuordnen und nach dem Start prüfen. Bei unserem eigenen Umzug waren es 154 Adressen. Was dabei schiefgeht und wie die Prüfliste aussieht, steht in Rankings nach dem Relaunch verloren? — hier zählt nur, dass der Posten im Budget auftaucht und nicht als Selbstverständlichkeit unterstellt wird.
  • Bildlizenzen. Stockbilder sind kein Rundungsfehler, aber auch kein großer Block: Ein Abonnement mit zehn Credits pro Monat kostet bei Adobe Stock 29,99 Euro, vierzig Credits mit AI Studio 89,99 Euro, unbegrenzte Downloads 129,99 Euro (Stand: 25. Oktober 2026). Teuer wird nicht der Einkauf, sondern die fehlende Dokumentation: Wer in drei Jahren nicht nachweisen kann, woher ein Bild stammt, hat ein Lizenzproblem. Eigene Fotografie ist ein eigener Posten mit eigenem Termin.
  • Rechtstexte. Impressum, Datenschutzerklärung, Einwilligungsbanner und — bei Verkauf — Widerruf und AGB gehören in jedes Relaunch-Budget, entweder als anwaltliche Leistung oder als Abonnement eines Textgenerators. Keine Agentur darf sie rechtlich verantworten, und keine sollte es behaupten.
  • Schulung. Wenn Ihre Redaktion die neue Seite pflegen soll, braucht sie eine Einweisung und eine kurze Anleitung für die immer gleichen fünf Handgriffe. Ohne das landet jede Textänderung als bezahlter Kleinauftrag beim Anbieter.
  • Barrierefreiheit. Ob Sie dazu verpflichtet sind, ist eine eigene Frage. Als Budgetposten ist Barrierefreiheit in jedem Fall real: Die technische Messlatte sind die Web Content Accessibility Guidelines 2.2 in der Fassung vom 12. Dezember 2024, gegenüber Version 2.1 um neun Erfolgskriterien erweitert. Gestaltung mit ausreichenden Kontrasten, bedienbare Formulare und eine Prüfung gegen diese Kriterien sind Arbeit, die entweder eingeplant oder nachträglich bezahlt wird — nachträglich teurer, weil Entwürfe dann schon abgenommen sind.
  • Betrieb nach dem Start. Siehe nächster Abschnitt. Das ist der Posten, der einen Angebotsvergleich am häufigsten verzerrt, weil er in einem Angebot steht und im anderen nicht.

Was nach dem Start weiterläuft

Das Hosting ist der kleinste Teil der laufenden Kosten und trotzdem der einzige, nach dem gefragt wird. Hetzner listet Webhosting-Pakete von 1,90 bis 19,90 Euro im Monat inklusive Mehrwertsteuer, bei IONOS liegen die regulären Preise nach dem Aktionszeitraum zwischen 6 und 28 Euro im Monat, ein kleiner Cloud-Server bei Hetzner beginnt bei 5,99 Euro netto (alle Angaben Stand: 25. Oktober 2026). Für eine Unternehmensseite ohne Shop ist das eine zweistellige Monatsrechnung, keine Budgetfrage.

Die eigentlichen Folgekosten sind Aktualisierung und Pflege, und die haben einen Fahrplan, der nicht verhandelbar ist. Jede PHP-Release-Reihe wird laut php.net zwei Jahre vollständig unterstützt und danach zwei weitere Jahre nur noch für kritische Sicherheitslücken; für PHP 8.2 endet der Sicherheitssupport am 31. Dezember 2026, für PHP 8.3 am 31. Dezember 2027. Das heißt: Wer heute startet, hat innerhalb der Lebensdauer seiner Website mindestens einen Versionswechsel der Laufzeit vor sich, dazu die laufenden Aktualisierungen von CMS und Erweiterungen, Datensicherung mit geprüfter Rückspielung, und die kleinen Änderungen, die jede benutzte Seite anzieht.

Veranschlagen Sie diese Pflege als festen monatlichen Posten mit einer vereinbarten Reaktionszeit, nicht als Zuruf. Ein Angebot ohne diesen Block vergleicht nur das erste Jahr. Laufende Sichtbarkeitsarbeit ist davon getrennt zu betrachten und wird eigenständig kalkuliert — dazu Was kostet SEO im Monat?.

Wie Sie drei Angebote vergleichbar machen

Vergleichbarkeit entsteht nicht beim Lesen der Angebote, sondern vorher. Geben Sie allen Anbietern dasselbe Leistungsverzeichnis: die Seitentypen mit Zahl, die zu übernehmenden Inhalte mit der Variante (übernehmen / kürzen / neu schreiben), die Fremdsysteme mit Hersteller und Version, die Sprachen, die Sonderfunktionen, und Ihre Mitwirkung mit Terminen. Verlangen Sie eine Aufwandsschätzung je Posten nach der Tabelle oben statt einer Gesamtsumme. Erst die Zeilen zeigen, wo gekürzt werden kann, ohne das Projekt zu beschädigen.

Vier Fragen stellen Sie dann an alle gleich:

  1. Wie viele Korrekturrunden sind enthalten, und was kostet die nächste? Hier liegt die häufigste Nachforderung.
  2. Was kostet der Betrieb im ersten Jahr nach der Abnahme? Getrennt nach Hosting, Aktualisierung und Änderungen.
  3. Wie läuft eine Änderung während des Projekts? Wer prüft, wie wird die Preisfolge mitgeteilt, wird die Prüfung selbst vergütet?
  4. Welche Rechte erhalten wir? An den Entwürfen, am Code, an den gekauften Bildern — und was passiert mit der Seite, wenn die Zusammenarbeit endet?

Ein Angebot, das nach diesen vier Fragen immer noch nur eine Summe nennt, ist nicht günstig, sondern unvollständig. Und die billigste Zeile im Vergleich ist regelmäßig die, bei der ein Posten fehlt: Das Weiterleitungskonzept, die Inhalte oder der Test tauchen dann im zweiten Quartal als Nachtrag wieder auf.

Wenn Sie ein Leistungsverzeichnis für Ihren Relaunch aufstellen oder ein vorliegendes Angebot gegenlesen lassen wollen: Was wir in solchen Projekten übernehmen, steht auf Webentwicklung — das Erstgespräch ist kostenlos (Kontakt).

Quellen

  • freelancermap: Freelancer-Kompass 2026, Stundensätze von IT-Freelancern — Median 90 Euro pro Stunde in der Gruppe Software- und Webentwicklung bei 356 Befragten, Median über alle Tätigkeiten 95 Euro, Durchschnitt 97 Euro; abgerufen am 25. Oktober 2026: freelancermap.de
  • § 642 BGB (Mitwirkung des Bestellers), Absatz 1 und 2; abgerufen am 25. Oktober 2026: gesetze-im-internet.de
  • The PHP Group: Supported Versions — Support-Modell (zwei Jahre aktiver Support, danach zwei Jahre nur kritische Sicherheitskorrekturen), PHP 8.2 Security Support bis 31. Dezember 2026, PHP 8.3 bis 31. Dezember 2027; abgerufen am 25. Oktober 2026: php.net
  • W3C: Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2, W3C Recommendation vom 12. Dezember 2024, neun zusätzliche Erfolgskriterien gegenüber WCAG 2.1; abgerufen am 25. Oktober 2026: w3.org
  • Hetzner: Webhosting-Pakete 1,90 bis 19,90 Euro im Monat inklusive Mehrwertsteuer; abgerufen am 25. Oktober 2026: hetzner.com — Cloud-Server ab 5,99 Euro im Monat netto: hetzner.com
  • IONOS: Webhosting-Tarife, reguläre Preise nach dem Aktionszeitraum 6 bis 28 Euro im Monat inklusive Mehrwertsteuer; abgerufen am 25. Oktober 2026: ionos.de
  • Adobe Stock: Abonnementpreise für Einzelpersonen — 10 Credits 29,99 Euro im Monat, 40 Credits mit AI Studio 89,99 Euro, unbegrenzte Stockmedien 129,99 Euro; abgerufen am 25. Oktober 2026: stock.adobe.com

Häufige Fragen

Was kostet ein Website-Relaunch?

Es gibt keinen Listenpreis, weil Aufwand je Posten bezahlt wird und nicht „eine Website“. Für eine Unternehmensseite mit 20 bis 60 Seiten, einer Sprache und ohne Shop liegen die sieben Posten eines Relaunch-Budgets in unseren eigenen Projekten zusammen bei etwa 22 bis 74 Personentagen — ein Erfahrungswert, keine Erhebung. Umrechnen können Sie das über einen Marktwert: Der Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap weist für Software- und Webentwicklung einen Median von 90 Euro pro Stunde aus, also rund 720 Euro pro Personentag bei acht Stunden. Agentursätze liegen darüber, weil Projektleitung, Test und Vertretung mitfinanziert werden.

Welche Kosten werden beim Relaunch am häufigsten vergessen?

Fünf Posten fehlen in Angeboten regelmäßig: das Weiterleitungskonzept für die alten Adressen, Bildlizenzen, die Rechtstexte, die Schulung der Redaktion und der laufende Betrieb nach dem Start. Keiner davon ist groß, aber zusammen verschieben sie ein Budget deutlich — und sie fallen immer an, auch wenn sie nicht im Angebot stehen. Prüfen Sie außerdem, ob Barrierefreiheit als eigener Posten geführt wird oder stillschweigend unterstellt ist.

Was kostet eine Website im laufenden Betrieb pro Monat?

Das Hosting ist der kleinste Teil: Hetzner listet Webhosting-Pakete von 1,90 bis 19,90 Euro im Monat inklusive Mehrwertsteuer, IONOS nennt als reguläre Preise nach dem Aktionszeitraum 6 bis 28 Euro, ein kleiner Cloud-Server bei Hetzner beginnt bei 5,99 Euro netto (Stand: 25. Oktober 2026). Teurer ist die Pflege. Plattform-, Erweiterungs- und Laufzeit-Updates laufen nach festen Fristen: Eine PHP-Release-Reihe wird laut php.net zwei Jahre voll unterstützt und danach zwei Jahre nur noch für kritische Sicherheitslücken; für PHP 8.2 endet dieser Sicherheitssupport am 31. Dezember 2026. Wer diesen Block nicht budgetiert, bezahlt ihn später als Notfall.

Was muss ich als Auftraggeber selbst liefern?

Texte und Bilder oder die Entscheidung, sie einzukaufen; Zugänge zu Domain, Hosting und Altsystem; einen Ansprechpartner mit Entscheidungsbefugnis; vereinbarte Freigabefristen. Bleibt eine erforderliche Mitwirkung aus und der Anbieter kann deshalb nicht weiterarbeiten, kann er nach § 642 BGB eine angemessene Entschädigung verlangen — die Höhe richtet sich nach der Dauer des Verzugs und der vereinbarten Vergütung. Unabhängig vom Vertrag kostet verzögerte Mitwirkung immer Geld, weil ein Projekt mehrfach neu angefahren werden muss.

Wie mache ich drei Relaunch-Angebote vergleichbar?

Geben Sie allen Anbietern dasselbe Leistungsverzeichnis und verlangen Sie eine Aufwandsschätzung je Posten statt einer Gesamtsumme. Ohne Zeilen können Sie weder vergleichen noch kürzen. Fragen Sie zusätzlich dieselben vier Dinge bei allen ab: welche Mitwirkung erwartet wird und bis wann, was der Betrieb nach dem Start kostet, wie das Änderungsverfahren und seine Preisfolge aussehen und welche Nutzungsrechte Sie an Gestaltung, Code und Bildern erhalten. Ein Angebot, das nur eine Summe nennt, ist kein günstiges Angebot, sondern ein unvollständiges.

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