Was kostet SEO im Monat? Woran sich der Preis entscheidet
Für dasselbe Wort „SEO-Betreuung“ reichen die Angebote von Zweistelligem bis Fünfstelligem im Monat. Das liegt nicht daran, dass einige Anbieter unverschämt sind, sondern daran, dass sie verschiedene Dinge verkaufen — mit demselben Namen.
Wir veröffentlichen keine Preisliste. Dieser Beitrag gibt Ihnen stattdessen das, was beim Vergleichen wirklich hilft: woraus sich der Preis zusammensetzt, wo die Untergrenze liegt, und woran Sie ein schlechtes Angebot erkennen.
Rechnen Sie in Stunden, nicht in Euro
Jede ehrliche SEO-Betreuung ist Arbeitszeit. Fünf Blöcke, die im Monat anfallen:
| Block | Was passiert | Aufwand im Monat |
|---|---|---|
| Beobachtung | Search Console und Rankings prüfen, Auffälligkeiten erklären | 1 bis 2 Stunden |
| Technik | Fehler beheben, Ladezeit, strukturierte Daten, neue Seiten prüfen | 1 bis 4 Stunden |
| Inhalte | Seiten überarbeiten, neue Beiträge planen oder schreiben | 2 bis 20 Stunden |
| Verweise und Erwähnungen | Verzeichnisse, Partner, Fachbeiträge | 1 bis 4 Stunden |
| Bericht und Abstimmung | Ergebnisse erklären, nächste Schritte entscheiden | 1 bis 2 Stunden |
Multipliziert mit dem Stundensatz der Agentur ergibt das die Größenordnung. Und es zeigt sofort, wo die großen Unterschiede herkommen: beim Block Inhalte. Eine Betreuung, in der jemand jeden Monat zwei Texte schreibt, kostet ein Mehrfaches einer Betreuung, die nur Technik und Berichte abdeckt.
Die Untergrenze
Unter etwa vier bis sechs Stunden Arbeit im Monat kommt niemand über das Beobachten hinaus. Das Geld ist dann nicht verschwendet, aber es kauft Berichte und kleine Korrekturen, keine Bewegung. Wenn ein Angebot deutlich darunter liegt, ist das kein Schnäppchen, sondern ein anderes Produkt.
Bei Online-Shops, starkem Wettbewerb oder mehreren Sprachen liegt die sinnvolle Untergrenze erheblich höher, weil schon das Beobachten mehr Zeit braucht.
Was den Preis treibt
- Die Ausgangslage. Eine Website mit technischen Altlasten, ohne strukturierte Daten und mit langsamen Seiten braucht die ersten Monate nur zum Aufräumen.
- Der Wettbewerb in Ihrem Markt. Gegen zehn Agenturen auf Seite 1 zu arbeiten kostet mehr als eine Nische, in der kaum jemand ordentlich schreibt.
- Die Zahl der Seiten. Ein Shop mit 5.000 Artikeln ist eine andere Aufgabe als eine Website mit 20 Seiten.
- Wer die Inhalte schreibt. Das ist der größte einzelne Posten. Wenn Ihr Team schreibt und die Agentur nur plant und redigiert, sinkt der Preis deutlich — vorausgesetzt, Ihr Team schreibt wirklich.
- Mehrere Sprachen oder Standorte. Jede Sprache ist eine eigene Baustelle.
- Ihre Freigabeprozesse. Wenn jeder Text drei Wochen auf eine Freigabe wartet, zahlen Sie Stunden für Nachfassen.
Die drei Preismodelle und wann welches passt
Monatspauschale. Fester Betrag, festgelegter Leistungsumfang. Passt, wenn die Aufgabe stabil ist und Sie Planbarkeit wollen. Risiko: Niemand prüft, ob die Stunden wirklich anfallen. Verlangen Sie eine Übersicht der Maßnahmen, nicht nur Rankings.
Stundenkontingent. Sie kaufen Stunden, die Agentur weist sie nach. Passt, wenn Sie selbst Prioritäten setzen wollen. Risiko: Ohne Plan werden daraus viele kleine Dinge und keine Richtung.
Projekt plus Begleitung. Einmal Analyse und Aufräumen, danach eine kleine laufende Betreuung. Das ist meist der günstigste Einstieg, weil die ersten Monate den größten Hebel haben. So arbeiten wir am liebsten: SEO-Analyse zuerst, dann SEO-Betreuung im passenden Umfang.
Sechs Warnsignale bei günstigen Angeboten
- Garantien auf Platzierungen. „Platz 1 bei Google garantiert“ kann niemand zusagen. Wer es tut, verkauft entweder Begriffe, die niemand sucht, oder Unwahrheiten.
- Backlink-Pakete. Gekaufte Verweise in Masse sind seit Jahren ein Risiko, kein Vorteil.
- Kein Zugriff auf Ihre Search Console. Ohne diese Daten arbeitet niemand ernsthaft an Ihrer Seite. Und das Konto gehört Ihnen, nicht der Agentur.
- Berichte ohne Maßnahmen. Zwanzig Seiten Diagramme, aber keine Liste, was im letzten Monat getan wurde.
- Keine Nennung von Stunden. Wenn niemand sagt, wie viel Arbeit im Betrag steckt, ist die Antwort meist „wenig“.
- 24 Monate Bindung ohne Ausstieg. Sechs bis zwölf Monate sind fair, weil SEO Zeit braucht. Alles darüber ohne Kündigungsmöglichkeit schützt nur eine Seite.
Die acht Fragen für das Gespräch
- Wie viele Stunden im Monat enthält der Betrag, und wie verteilen sie sich auf die fünf Blöcke oben?
- Welche drei Maßnahmen würden Sie in den ersten vier Wochen umsetzen?
- Schreibt Ihr Team die Inhalte, oder wir?
- Welche Kennzahlen berichten Sie, und sehen wir die Rohdaten?
- Bleiben Search Console, Analytics und alle Konten in unserem Besitz?
- Was passiert mit den Ergebnissen, wenn wir kündigen?
- Woran würden Sie nach sechs Monaten sagen, dass es nicht funktioniert hat?
- Welche unserer Suchbegriffe halten Sie für nicht erreichbar — und warum?
Frage 8 ist unsere Lieblingsfrage. Wer darauf keine klare Antwort gibt, hat den Markt nicht angesehen.
Wie lange es dauert, bis sich der Betrag rechnet
Rechnen Sie bei einer Seite ohne Vorgeschichte mit drei bis sechs Monaten, bis messbar etwas passiert, und mit sechs bis zwölf Monaten, bis es sich im Umsatz zeigt. Wer Ihnen Ergebnisse in vier Wochen verspricht, meint etwas anderes als Sie.
Die Rechnung, die am Anfang stehen sollte: Was ist Ihnen eine Anfrage wert? Bringt ein neuer Kunde über die Laufzeit einen vierstelligen Betrag, rechnet sich laufende Betreuung schon bei wenigen zusätzlichen Anfragen im Monat. Bei kleinen Warenkörben ohne Wiederkauf kann SEO das falsche Mittel sein — das sagen wir dann auch.
Warum wir keine Preise veröffentlichen
Weil der ehrliche Preis von Ihrer Ausgangslage abhängt und nicht von einer Paketgröße. Zwei Kunden mit derselben Anfrage unterscheiden sich um den Faktor fünf, je nachdem, wie die Website heute dasteht und wer die Texte schreibt.
Was wir zusagen: Nach einer SEO-Analyse wissen Sie, was zu tun ist, in welcher Reihenfolge und mit welchem Aufwand — und zwar unabhängig davon, ob Sie uns danach beauftragen. Das Erstgespräch kostet nichts: Kontakt.
Häufige Fragen
Was kostet SEO-Betreuung im Monat?
Der Preis ergibt sich aus Stunden, nicht aus einem Listenpreis. Rechnen Sie mit mindestens vier bis sechs Stunden Arbeit im Monat, damit über Berichte hinaus etwas passiert; bei Shops und starkem Wettbewerb deutlich mehr. Multiplizieren Sie das mit dem Stundensatz der Agentur, dann haben Sie die Größenordnung und können Angebote vergleichen.
Warum sind die Preise so verschieden?
Weil „SEO-Betreuung" alles von einem automatischen Monatsbericht bis zu laufender Arbeit an Technik, Inhalten und Verweisen bezeichnet. Die Leistung dahinter unterscheidet sich um den Faktor zwanzig, der Name ist derselbe. Fragen Sie nach Stunden und nach den drei Maßnahmen des letzten Monats.
Ab welcher Summe lohnt sich SEO überhaupt?
Das hängt am Wert einer Anfrage. Wenn ein neuer Kunde Ihnen über die Laufzeit vierstellig bringt, rechnet sich Betreuung schon bei wenigen zusätzlichen Anfragen im Monat. Bei niedrigen Warenkörben ohne Wiederkauf kann SEO dagegen das falsche Mittel sein. Diese Rechnung sollte am Anfang stehen, nicht am Ende.
Welche Vertragslaufzeit ist üblich?
SEO braucht Monate, bis es wirkt, darum sind sechs bis zwölf Monate übliche und faire Laufzeiten. Was Sie nicht akzeptieren müssen: 24 Monate ohne Ausstiegsmöglichkeit, oder einen Vertrag, in dem keine Leistung beschrieben ist, die man einfordern könnte.