Was kostet ein Onlineshop im Monat?
Die Monatskosten eines Onlineshops bestehen aus zwei Teilen, die sich völlig unterschiedlich verhalten: einem festen Teil aus Software, Betrieb und Abos, der bei rund 20 bis 40 Euro im Monat beginnt, und einem umsatzabhängigen Teil aus Zahlungsgebühren, der mit jedem Euro Umsatz mitwächst. Der feste Teil ist kleiner, als die meisten erwarten — der umsatzabhängige deutlich größer: In den drei Beispielrechnungen weiter unten macht er 83 bis 89 Prozent der Gesamtkosten aus. Eine Pauschalzahl für „einen Onlineshop“ gibt es deshalb nicht; was es gibt, ist eine Rechnung, die Sie mit Ihren eigenen Zahlen aufstellen können.
Stand: Oktober 2026. Alle Preise in diesem Beitrag wurden am 28. Oktober 2026 an den Preisseiten der jeweiligen Anbieter geprüft; die Adressen stehen am Ende. Preise verfallen schneller als Fachwissen — wenn Sie das hier später lesen, prüfen Sie die Zahlen nach.
Was in dieser Rechnung steckt — und was nicht
Gerechnet werden die Kosten, den Shop zu betreiben: Software, Hosting, Zahlungsabwicklung, Erweiterungen, Pflege, Pflichtabos und Sichtbarkeit.
Nicht gerechnet werden Wareneinsatz, Versand und Verpackung, Lagerfläche, Retouren und Personal. Diese Posten hängen an Ihrem Geschäftsmodell, nicht an Ihrem Shop — ein Möbelhändler und ein Softwarehändler mit identischem Shopsystem und identischem Umsatz liegen dort um Größenordnungen auseinander. Genau diese Abgrenzung fehlt in fast jedem Kostenvergleich im Netz, und sie ist der Grund, warum die Zahlen dort nicht zu Ihrer Buchhaltung passen.
Die sieben Posten, einzeln
| Posten | Wovon die Höhe abhängt | Geprüfte Marktspanne (28.10.2026) |
|---|---|---|
| Shop-Software, gemietet | Tarifstufe, Zahlweise monatlich oder jährlich | Shopify 36 bis 384 €/Monat (Plus ab 2.100 €), ohne Steuerhinweis auf der Tarifkarte; IONOS Online Shop regulär 23 bis 92 €/Monat inkl. MwSt. |
| Shop-Software, selbst betrieben | Lizenzmodell, Bruttowarenwert | Shopware Community Edition 0 €, ab 1 Mio. € GMV in 365 Tagen kostenpflichtig; Shopware Rise ab 600 €/Monat exkl. MwSt., Evolve ab 2.400 €/Monat exkl. MwSt.; WooCommerce und PrestaShop 0 € |
| Hosting und Betrieb | nur beim Selbstbetrieb; Shopgröße, Besucherlast | Shop-Hosting bei Timme Hosting 29 / 39 / 69 €/Monat zzgl. MwSt. (tägliche Backups, 24/7-Monitoring, Serverwartung enthalten); Mittwald vServer ab 21 €/Monat zzgl. USt., Dedicated Server ab 169 €/Monat zzgl. USt. |
| Zahlungsgebühren | Umsatz, Bonhöhe und Zahlungsmix | PayPal national 2,99 % + 0,39 €; Stripe EWR-Standardkarte 1,5 % + 0,25 €, EWR-Premiumkarte 2,8 % + 0,25 €, internationale Karte 3,15 % + 0,25 €, SEPA-Lastschrift 0,35 €, Klarna ab 2,99 % + 0,35 € (Stripe-Preise zzgl. MwSt.) |
| Transaktionsgebühr der Plattform | nur bei gemieteten Systemen mit fremdem Zahlungsanbieter | Shopify 2 % (Basic), 1 % (Grow), 0,6 % (Advanced), 0,2 % (Plus); Shopware erhebt keine Gebühr je Bestellung |
| Erweiterungen und Module | Funktionsbedarf, Abo statt Einmalkauf | Germanized Pro 85 €/Jahr inkl. MwSt. (Verlängerung 65 €/Jahr), Germanized Business 119 €/Jahr (Verlängerung 89 €/Jahr) |
| Nebenkosten | Pflichtabos, Werkzeuge | Rechtstexte IT-Recht Kanzlei: Starter 9,90 €, Premium 24,90 €, Unlimited 54,90 € mtl., jeweils netto zzgl. USt.; Newsletter CleverReach kostenlos bis 250 Empfänger, danach Basic 15 € und Pro 18 € mtl. zzgl. MwSt. |
Drei Dinge daran verdienen eine Erläuterung.
Zahlungsgebühren sind nie nur ein Prozentsatz. Sie bestehen aus einem Prozentanteil und einem Festbetrag je Vorgang, und beide treffen unterschiedlich stark. Bei einem Warenkorb von 50 Euro kostet eine PayPal-Zahlung 1,89 Euro, eine EWR-Standardkarte über Stripe 1,00 Euro und eine SEPA-Lastschrift 0,35 Euro. Bei einem Warenkorb von 500 Euro wäre dieselbe Reihenfolge noch da, aber der Abstand ein ganz anderer, weil der Festbetrag nicht mitwächst. Wer einen niedrigen Durchschnittsbon hat, zahlt deshalb anteilig mehr — und zwar genau an den Verfahren mit hohem Festbetrag. Mollie weist für EU-Verbraucherkarten 1,80 Prozent plus 0,25 Euro und für die SEPA-Lastschrift 0,35 Euro aus; die Seite kennzeichnet allerdings nicht, ob die Beträge netto oder brutto gemeint sind, deshalb rechnen wir unten mit den eindeutig ausgewiesenen Sätzen von Stripe und PayPal.
Die Plattformgebühr ist der teuerste blinde Fleck. Wenn Sie ein gemietetes System nutzen und die Zahlungen über einen fremden Anbieter abwickeln, zahlen Sie zweimal: einmal den Zahlungsdienstleister, einmal die Plattform. Shopify nennt diesen Posten „Transaktionsgebühren für externe Anbieter“ und staffelt ihn von 2 Prozent im Basic-Tarif bis 0,2 Prozent im Plus-Tarif. Bei 5.000 Euro Monatsumsatz im Basic-Tarif sind das 100 Euro im Monat — fast das Dreifache der Lizenzgebühr. Welche der beiden Welten für Sie passt, steht ausführlich im Vergleich Shopware oder Shopify; die vollständige Tarif- und Gebührentabelle beider Systeme bauen wir hier bewusst nicht noch einmal nach.
Pflege und Marketing bekommen in diesem Beitrag keinen Eurobetrag. Bei Marketing hat das einen einfachen Grund: Das ist ein eigenes Thema, und die Marktspannen dafür stehen in Was kostet SEO im Monat? und auf unserer Seite zu Shop-SEO. Bei der Pflege ist der Grund ein anderer: Sicherheitsupdates, Tests nach einem Update und die Fehlersuche danach sind Stunden, keine Lizenz. Was diese Stunden kosten, hängt an Ihrem Stundensatz oder an dem Ihrer Agentur — eine Marktzahl dafür gibt es nicht, die wir belegen könnten, und wir erfinden keine. In den Rechnungen unten steht die Pflege deshalb als eigene Zeile außerhalb der Summe. Dasselbe gilt für Barrierefreiheit: Sie ist ein realer und oft unterschätzter Kostenposten im Shop, aber die Rechtslage dazu ist ein eigener Beitrag.
Drei Beispielrechnungen
Die folgenden Zahlen sind gerechnet, nicht erhoben. Sie zeigen die Struktur einer Shop-Rechnung, nicht den Markt. Jede Zelle lässt sich aus den geprüften Spannen oben nachvollziehen.
Angenommen wird: Umsatz als Bruttoumsatz (das, was der Kunde zahlt, inkl. 19 Prozent Umsatzsteuer), weil sowohl die Zahlungsgebühren als auch die Shopware-Schwelle auf den Bruttobetrag der Transaktion gehen. Durchschnittsbon 50 Euro brutto — ein gesetzter Modellwert, kein erhobener Marktdurchschnitt; rechnen Sie mit Ihrem eigenen. Zahlungsmix 50 Prozent PayPal, 30 Prozent Kreditkarte (EWR-Standardkarte), 20 Prozent SEPA-Lastschrift, abgewickelt über PayPal und Stripe, also nicht über Shopify Payments. Gemietetes System (Shopify), monatliche Zahlweise. Rechtstexte im Starter-Paket, Newsletter bei CleverReach. Keine kostenpflichtigen Apps. Daraus ergeben sich 1,31 Euro Zahlungsgebühr je Bestellung, also 2,6 Prozent vom Bruttobon.
| Posten | Shop A — 5.000 € | Shop B — 25.000 € | Shop C — 100.000 € |
|---|---|---|---|
| Bestellungen im Monat | 100 | 500 | 2.000 |
| Tarif | Basic | Grow | Advanced |
| Shop-Software | 36 € | 105 € | 384 € |
| Hosting und Betrieb | im Tarif | im Tarif | im Tarif |
| Zahlungsgebühren (PayPal, Stripe) | 131 € | 656 € | 2.625 € |
| Transaktionsgebühr der Plattform | 100 € (2 %) | 250 € (1 %) | 600 € (0,6 %) |
| Erweiterungen | 0 € | 0 € | 0 € |
| Rechtstexte-Abo | 9,90 € | 9,90 € | 9,90 € |
| Newsletter-Werkzeug | 0 € (unter 250 Empfänger) | 15 € | 15 € |
| Summe ohne Pflege und Marketing | 277 € | 1.036 € | 3.634 € |
| Anteil am Bruttoumsatz | 5,5 % | 4,1 % | 3,6 % |
| davon umsatzabhängig | 231 € (83 %) | 906 € (88 %) | 3.225 € (89 %) |
| Pflege | nach Aufwand, Updates macht der Anbieter | nach Aufwand | nach Aufwand |
Die Kostenposten sind netto ausgewiesen, der Umsatz brutto; der Prozentanteil in der vorletzten Zeile ist deshalb eine Orientierung, keine Bilanzkennzahl.
Was man an der Tabelle sehen soll: Der Umsatz steigt um den Faktor 20, die Softwarekosten um den Faktor 10,7 — der umsatzabhängige Teil aber um den Faktor 13,9. Der Kostenanteil am Umsatz sinkt trotzdem von 5,5 auf 3,6 Prozent, weil sich der feste Teil auf mehr Bestellungen verteilt. Beide Aussagen sind gleichzeitig wahr, und das ist der Punkt: Wer nur auf den Prozentsatz schaut, hält Wachstum für einen Selbstläufer; wer nur auf die absolute Zahl schaut, hält die Lizenz für das Problem. Das Problem sind in allen drei Fällen die Zahlungsgebühren.
Dasselbe Geschäft im Selbstbetrieb
Zum Vergleich Shop C noch einmal, diesmal selbst betrieben mit Shopware auf gemietetem Shop-Hosting. Wichtig dabei: 100.000 Euro Bruttoumsatz im Monat sind 1,2 Millionen Euro im Jahr. Shopware schreibt auf der Preisseite, dass ein kostenpflichtiger Plan nötig wird, sobald die verknüpften Shops in den vorangegangenen 365 Tagen einen Bruttowarenwert von mehr als 1 Million Euro erzielen — die Community Edition fällt für diesen Shop also aus. Wir setzen Ihren Bruttoumsatz hier näherungsweise mit dem GMV gleich; prüfen Sie im Zweifel, wie Ihr Vertrag den Wert definiert.
| Posten | Shop C gemietet | Shop C im Selbstbetrieb |
|---|---|---|
| Shop-Software | 384 € (Shopify Advanced) | 600 € (Shopware Rise, exkl. MwSt.) |
| Hosting und Betrieb | im Tarif | 69 € (Shop-Hosting, zzgl. MwSt.) |
| Zahlungsgebühren | 2.625 € | 2.625 € |
| Transaktionsgebühr der Plattform | 600 € | 0 € |
| Rechtstexte und Newsletter | 24,90 € | 24,90 € |
| Summe ohne Pflege | 3.634 € | 3.319 € |
| Pflege und Updates | macht der Anbieter | Ihr Aufwand oder Ihre Agentur |
Die Differenz beträgt rund 315 Euro im Monat — und sie ist genau das Budget, aus dem die Pflege bezahlt werden muss, die in der gemieteten Variante im Preis steckt. Ob der Selbstbetrieb sich rechnet, entscheidet sich also nicht an der Lizenz, sondern daran, wie viele Stunden Updates, Tests und Fehlersuche bei Ihnen kosten. Dafür bekommen Sie etwas, das sich nicht in Euro ausdrücken lässt: eigene Datenbank, eigener Serverstandort, eigene Logik im Kern. Bei größeren Shops reicht das geteilte Hosting außerdem irgendwann nicht mehr — ab dort liegt der Posten eher bei den 169 Euro, mit denen ein Dedicated Server bei Mittwald beginnt. Welche Systeme wir betreuen und was dabei jeweils an Betrieb anfällt, steht auf unseren Seiten zu Shopware, WooCommerce und PrestaShop. Der Wechsel zwischen zwei Systemen ist ein Projekt für sich und nicht Teil der Monatsrechnung.
Einmalig gegen monatlich
Was beim Aufbau anfällt — Gestaltung, Einrichtung, Datenübernahme aus dem Altsystem, Schnittstellen zu Warenwirtschaft und Buchhaltung — gehört nicht in die Monatsrechnung. Es verschiebt sie aber, und zwar in beide Richtungen.
Wer beim Aufbau spart, zahlt monatlich nach. Jede Funktion, die im Standard sauber eingerichtet worden wäre, wird später als Modul-Abo gekauft. Jede Schnittstelle, die nicht gebaut wurde, wird als Handarbeit in der Auftragsabwicklung bezahlt. Und jeder Eingriff in den Kern, der schnell gehen musste, macht das nächste Update teurer — das ist der Posten, der in Shop-Projekten am zuverlässigsten unterschätzt wird.
Umgekehrt gilt: Ein sauber aufgesetzter Shop kann über Jahre mit der untersten Hosting-Stufe und ohne gekaufte Module laufen. Wie sich Einmalkosten für ein solches Projekt zusammensetzen und welche Posten dabei typischerweise vergessen werden, steht in Was kostet ein Website-Relaunch?.
Woran Sie zu viel zahlen — fünf Prüfungen
1. Die Tarifstufe passt nicht zum Umsatz. Weil die Plattformgebühr mit dem Tarif sinkt, gibt es rechnerische Schwellen. Bei Shopify mit fremdem Zahlungsanbieter und monatlicher Zahlweise: Ab etwa 6.900 Euro Bruttoumsatz im Monat ist Grow günstiger als Basic (36 € + 2 % gegen 105 € + 1 %), ab etwa 69.750 Euro ist Advanced günstiger als Grow (105 € + 1 % gegen 384 € + 0,6 %). Prüfung: Rechnen Sie für Ihren Monatsumsatz beide benachbarten Tarife aus — Grundgebühr plus Prozentsatz mal Umsatz. Funktionsunterschiede zwischen den Stufen sind darin nicht berücksichtigt.
2. Sie zahlen die Plattformgebühr, ohne es zu merken. Prüfung: Suchen Sie auf Ihrer letzten Plattformrechnung nach einer Zeile „Transaktionsgebühren“. Steht sie dort, zahlen Sie für jede Bestellung zweimal. Entweder Sie wechseln auf den hauseigenen Zahlungsanbieter, oder Sie rechnen den Aufschlag in Ihre Tarifwahl ein — ignorieren können Sie ihn nicht.
3. Der Zahlungsmix ist nie durchgerechnet worden. Prüfung: Nehmen Sie den Anteil jedes Verfahrens an Ihren Bestellungen und multiplizieren Sie ihn mit der Gebühr je Vorgang. In unserem Shop C würde eine Verschiebung von zehn Prozentpunkten weg von PayPal hin zur SEPA-Lastschrift rund 307 Euro im Monat sparen: 200 Bestellungen, die statt 1,89 Euro nur noch 0,35 Euro kosten. Das ist allerdings keine Einbahnstraße: Verfahren unterscheiden sich in Rücklastschriftrisiko, Zahlungsausfall und Abbruchquote, und wer das billigste Verfahren erzwingt, verliert die Ersparnis an der Kasse wieder. Wie sich der Mix auf Abbrüche auswirkt, ist ein eigenes Thema.
4. Der Aktionspreis ist abgelaufen und niemand hat hingesehen. IONOS bewirbt den Tarif Shop Business mit 1 Euro im Monat für sechs Monate; danach gelten 32 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Prüfung: Tragen Sie bei jedem Abo das Ende des Aktionszeitraums in den Kalender ein und prüfen Sie zu diesem Termin, ob der reguläre Preis noch zum Bedarf passt.
5. Die Zahlweise ist monatlich, obwohl der Shop bleibt. Shopify Basic kostet 36 Euro bei monatlicher und 27 Euro bei jährlicher Zahlweise — ein Unterschied von 25 Prozent. Prüfung: Wenn Sie den Shop sicher zwölf Monate betreiben, ist die monatliche Zahlweise eine Flexibilitätsprämie, die Sie wahrscheinlich nicht brauchen. Umgekehrt: In der Startphase ist sie es wert.
Wenn Sie die Rechnung für Ihren eigenen Shop einmal mit echten Zahlen aufstellen wollen — Umsatz, Bon, Zahlungsmix, aktuelle Verträge — sehen wir uns das gerne an. Was wir im E-Commerce machen und wie wir dabei vorgehen, steht dort.
Quellen
Alle Seiten abgerufen am 28. Oktober 2026.
- Shopify, Preise (deutsche Seite): https://www.shopify.com/de/preise
- Shopware, Preise (deutsche Seite): https://www.shopware.com/de/preise/
- IONOS, Online Shop: https://www.ionos.de/eshop-loesungen/online-shop
- Stripe, Preise Deutschland: https://stripe.com/de/pricing
- PayPal, Gebühren für Händler: https://www.paypal.com/de/webapps/mpp/merchant-fees
- Mollie, Preise: https://www.mollie.com/de/pricing
- Timme Hosting, Shop-Hosting: https://timmehosting.de/shop-hosting
- Mittwald, E-Commerce-Hosting: https://www.mittwald.de/shop-hosting
- Vendidero, Germanized für WooCommerce: https://vendidero.de/woocommerce-germanized
- IT-Recht Kanzlei, Schutzpakete: https://www.it-recht-kanzlei.de/schutzpakete.html
- CleverReach, Preise: https://www.cleverreach.com/de-de/preise/
Häufige Fragen
Was kostet ein Onlineshop im Monat mindestens?
Der feste Teil beginnt bei rund 20 bis 40 Euro im Monat: Der IONOS-Tarif Shop Starter kostet nach dem Aktionszeitraum 23 Euro inklusive Mehrwertsteuer, Shop Business 32 Euro, und Shopify Basic steht auf der deutschen Preisseite mit 36 Euro im Monat bei monatlicher Zahlweise (alles geprüft am 28. Oktober 2026). Dazu kommen aber die Zahlungsgebühren, und die hängen am Umsatz, nicht am Tarif. In unserer Beispielrechnung für einen Shop mit 5.000 Euro Bruttoumsatz im Monat sind das 231 von 277 Euro Gesamtkosten — also der größere Teil. Eine Mindestzahl ohne Umsatzangabe ist deshalb wertlos.
Ist WooCommerce wirklich kostenlos?
Das Plugin selbst ja, die Shop-Rechnung nein. Weil Sie WooCommerce selbst betreiben, zahlen Sie Hosting als eigenen Posten — Shop-Hosting bei Timme Hosting kostet je nach Tarif 29, 39 oder 69 Euro im Monat zuzüglich Mehrwertsteuer (geprüft am 28. Oktober 2026). Dazu kommen die Erweiterungen, die ein deutscher Shop praktisch braucht: Die Pro-Lizenz von Germanized kostet laut Hersteller 85 Euro im Jahr inklusive Mehrwertsteuer, die Verlängerung 65 Euro im Jahr. Und die Sicherheitsupdates macht niemand für Sie — das ist entweder Agenturaufwand oder Ihre eigene Zeit.
Was kostet ein Onlineshop bei Shopify im Monat?
Die deutsche Preisseite nennt am 28. Oktober 2026 vier Stufen: Basic 36 Euro im Monat bei monatlicher Zahlweise und 27 Euro bei jährlicher, Grow 105 beziehungsweise 79 Euro, Advanced 384 beziehungsweise 289 Euro, Plus ab 2.100 Euro. Die Tarifkarten weisen keinen Steuerhinweis aus. Entscheidend ist der zweite Posten: Wenn Sie nicht über Shopify Payments abrechnen, kommt eine Transaktionsgebühr für externe Anbieter dazu — 2 Prozent im Basic, 1 Prozent im Grow, 0,6 Prozent im Advanced, 0,2 Prozent im Plus. Bei 5.000 Euro Monatsumsatz im Basic sind das 100 Euro und damit mehr als die Lizenz.
Wie hoch sind die Zahlungsgebühren im Onlineshop?
Sie bestehen immer aus einem Prozentsatz plus einem Festbetrag je Vorgang und unterscheiden sich je Verfahren. Geprüft am 28. Oktober 2026: PayPal berechnet für nationale Zahlungen über PayPal-Checkout 2,99 Prozent plus 0,39 Euro, Stripe für Standard-Verbraucherkarten aus dem EWR 1,5 Prozent plus 0,25 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer und für die SEPA-Lastschrift 0,35 Euro ohne Prozentanteil. Bei einem Warenkorb von 50 Euro sind das 1,89 Euro, 1,00 Euro und 0,35 Euro je Bestellung. Der Unterschied zwischen dem teuersten und dem günstigsten Verfahren ist also größer als Faktor fünf.
Lohnt sich der Selbstbetrieb gegenüber einem gemieteten Shop?
Das ist keine Preisfrage, sondern eine Kapazitätsfrage. In unserer Beispielrechnung für 100.000 Euro Bruttoumsatz im Monat kostet die gemietete Variante rund 3.634 Euro und der Selbstbetrieb rund 3.319 Euro — eine Differenz von etwa 315 Euro im Monat, und in dieser Zahl steckt die Pflege noch nicht. Ob der Selbstbetrieb trägt, hängt also daran, wie viele Stunden Sicherheitsupdates, Tests und Fehlersuche bei Ihnen kosten. Rechnen Sie das mit Ihrem eigenen Stundensatz durch, bevor Sie migrieren.