B2B-Shopsystem: welche Funktionen Sie wirklich brauchen

Unbedruckte braune Kartons in drei Größen stehen auf einer Holzpalette in einer hellen, leeren Halle, daneben ein einzelner kleiner Karton

Ein B2B-Shop scheitert selten am System und fast immer an der Funktionsliste — genauer daran, dass sie aus einem Datenblatt abgeschrieben wurde statt aus dem eigenen Verkaufsprozess. Die Liste unten hat dreizehn Funktionen, die den üblichen B2B-Ablauf vollständig abdecken; in einem konkreten Projekt entscheiden davon meist fünf oder sechs. Welche fünf das sind, bestimmt nicht der Anbieter, sondern die Art, wie Sie heute verkaufen: wer welchen Preis bekommt, wer bestellen darf, wer freigibt, in welcher Einheit geliefert wird und wann gezahlt wird.

Dieser Beitrag endet bewusst bei der Liste. Welches System sie am besten abdeckt, ist die Frage danach, und die ist bei uns schon beantwortet: Shopware oder Shopify stellt beide Anbieter über elf Kriterien gegenüber, inklusive Preisen. Hier geht es um die Stufe davor.

Vier Unterschiede zum B2C-Shop, aus denen alles Weitere folgt

Der Preis ist nicht öffentlich. Im B2C steht ein Preis am Produkt, und er gilt für alle. Im B2B hängt er am Kunden, an der Menge und am Vertrag — und oft soll ihn ein nicht angemeldeter Besucher gar nicht sehen.

Gerechnet wird netto. Der gewerbliche Käufer ist in der Regel vorsteuerabzugsberechtigt, ihn interessiert der Nettopreis. Das ist keine Anzeigeoption, sondern eine Einstellung, die durch Katalog, Warenkorb, Bestellbestätigung und Rechnung durchgehalten werden muss.

Verkauft wird in Bestelleinheiten. Karton, Gebinde, Palette, Mindestabnahme. Ein Shop, der Einzelstücke anbietet, wo Sie in Zehnerpackungen liefern, erzeugt Bestellungen, die Ihr Lager nicht ausführen kann.

Der Besteller ist nicht der Zahler. Bestellt wird von einer Sachbearbeiterin, freigegeben von der Abteilungsleitung, bezahlt von der Buchhaltung — und die bezahlt nur, wenn die Bestellnummer des Kunden auf der Rechnung steht. Diese Rollentrennung ist der Punkt, an dem B2C-Shops technisch am weitesten entfernt sind.

Die dreizehn Funktionen, sortiert nach dem Verkaufsprozess

Die Tabelle folgt dem Ablauf: anmelden, Preis sehen, bestellen, bezahlen, danach. Die vierte Spalte ist die wichtigste — sie nennt den Fall, in dem Sie die Funktion streichen können, ohne etwas zu verlieren.

Anmelden und freischalten

Funktion Was sie tut Sie brauchen sie, wenn Sie brauchen sie nicht, wenn
Registrierung mit Prüfung Ein Konto entsteht nicht automatisch, sondern wird nach Prüfung der Firmendaten freigeschaltet Sie liefern nur an Gewerbe und müssen Gewerbeeigenschaft, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder Händlerstatus prüfen, bevor jemand Preise sieht Ihre Kunden stehen ohnehin alle schon im ERP und werden dort angelegt — dann importieren Sie Konten, statt eine Selbstregistrierung zu bauen
Mehrere Benutzer je Firma mit Rollen Eine Firma hat mehrere Logins mit unterschiedlichen Rechten: bestellen, freigeben, Rechnungen sehen Bei Ihren Kunden bestellen mehrere Personen und mindestens eine davon darf nur sehen, nicht kaufen Je Kundenfirma gibt es genau einen Ansprechpartner, der auch bestellt — ein geteiltes Konto ist dann kein Risiko, sondern Normalfall

Preis sehen

Funktion Was sie tut Sie brauchen sie, wenn Sie brauchen sie nicht, wenn
Kundenpreise und Staffelpreise Preis je Kundengruppe oder je einzelner Firma, zusätzlich Mengenstaffeln Sie führen mehr als zwei Preislisten oder haben mit einzelnen Kunden Konditionen verhandelt, die vom Listenpreis abweichen Ihre Preise stehen in höchstens zwei Listen und ändern sich einmal im Jahr — zwei Kundengruppen genügen dafür in jedem System
Preis erst nach Anmeldung Gäste sehen den Katalog, aber keine Preise Ihre Konditionen sollen nicht beim Wettbewerb landen oder Sie verkaufen nur an geprüfte Händler Ihre Preise stehen ohnehin in einem gedruckten Katalog oder auf einem Marktplatz — dann kostet die Hürde Sichtbarkeit, ohne etwas zu schützen
Sortiment je Kunde Ein Kunde sieht nur die Artikel, die für ihn freigegeben sind Sie haben Exklusivartikel, Vertragssortimente oder Gebietsschutz Alle Kunden kaufen aus demselben Katalog und die Unterschiede liegen nur im Preis

Bestellen

Funktion Was sie tut Sie brauchen sie, wenn Sie brauchen sie nicht, wenn
Budgets und Freigabestufen Eine Bestellung über einem Betrag geht erst an einen Freigeber in der Kundenfirma Ihre Kunden sind Organisationen mit Einkaufsregeln und fragen im Gespräch nach Freigaben Ihre Kunden sind Inhaberbetriebe, in denen dieselbe Person bestellt und zahlt
Angebotsanfrage statt Kauf Der Warenkorb wird zur Anfrage, Sie antworten mit einem Preis, der Kunde bestellt daraus Ein erheblicher Teil Ihres Umsatzes wird verhandelt, nicht abgerufen Jeder Artikel hat einen Preis, der für den jeweiligen Kunden feststeht — dann ist die Anfrage ein Umweg, der Bestellungen bremst
Schnellbestellung über Artikelnummer Eingabefeld oder Dateiimport für Artikelnummer und Menge, ohne den Katalog zu durchsuchen Ihre Kunden kennen Ihre Artikelnummern auswendig oder exportieren sie aus dem eigenen System Ihre Kunden suchen tatsächlich im Katalog, weil sie die Nummern nicht führen
Nachbestellen aus der Historie Eine frühere Bestellung wird mit einem Klick wiederholt Ihr Geschäft besteht zu großen Teilen aus wiederkehrenden Verbrauchsbestellungen Jede Bestellung ist anders zusammengesetzt — die Funktion wird dann gebaut und nie benutzt
Bestelleinheit und Verpackungsmenge Verkauf in Karton, Gebinde oder Palette, mit Mindest- und Maximalmenge Sie liefern nicht in Einzelstücken und müssen Mindestabnahmen durchsetzen Sie verschicken Einzelstücke und haben keine Mindestmenge

Bezahlen und danach

Funktion Was sie tut Sie brauchen sie, wenn Sie brauchen sie nicht, wenn
Rechnungskauf mit Zahlungsziel und Kreditlimit Lieferung auf Rechnung, mit hinterlegtem Zahlungsziel und einem Betrag, bis zu dem offen geliefert wird Sie liefern heute schon auf Rechnung und haben je Kunde ein Limit im Kopf oder im ERP Sie liefern ausschließlich gegen Vorkasse oder Lastschrift — ein Limit, das nirgends gepflegt wird, ist eine Attrappe
Kostenstelle oder Bestellnummer des Kunden Ein Freitextfeld am Auftrag, das auf die Rechnung durchläuft Ihre Rechnungen werden regelmäßig mit der Frage „welche Bestellung?“ zurückgehalten Ihre Kunden zahlen ohne Referenz — in kleineren Betrieben ist das der Normalfall
ERP-Abgleich Artikel, Preise, Bestand, Aufträge und Rechnungen laufen zwischen Shop und Warenwirtschaft Sie führen Artikel und Preise im ERP und wollen sie nicht zweimal pflegen Sie haben kein ERP, sondern eine Tabelle, und das Sortiment ist klein genug für die Pflege im Shop

Wo die Funktion sitzt: Kern, bezahlte Stufe, Erweiterung

Dieselbe Funktion kann in einem System zum Standard gehören und im nächsten eine monatliche Position sein. Die folgende Tabelle ordnet deshalb nicht ein, ob ein System eine Funktion „kann“, sondern wo sie sitzt. Das ist die Angabe, die später in Ihrem Angebot sichtbar wird. Ich habe die Tabelle auf neun Zeilen gekürzt — übrig blieben die, an denen sich die Systeme tatsächlich unterscheiden; „Sortiment je Kunde“, „Nachbestellen“, „Kostenstelle“ und „ERP-Abgleich“ stehen nur in der Haupttabelle oben, weil die letzte Funktion über die Programmierschnittstelle in allen vier Systemen machbar ist und die anderen drei keine Systementscheidung tragen.

nicht belegt heißt: Ich habe in der Dokumentation des Herstellers dazu keine Aussage gefunden. Es heißt nicht, dass die Funktion fehlt — und es ist ausdrücklich keine Vermutung in die eine oder andere Richtung.

Funktion Shopware 6 Shopify WooCommerce PrestaShop
Registrierung mit Prüfung im Kern (Registrierungsformular je Kundengruppe, Freigabe durch den Händler) im Kern (B2B-Zugang nur über Firmenkonto, Anfrageformular für Firmenkonten) nicht belegt nicht belegt
Preis erst nach Anmeldung nicht belegt im Kern (B2B-Inhalte nur für angemeldete Kundenkonten) über Erweiterung im Kern (Option „Preise anzeigen“ je Kundengruppe)
Kundenpreise und Staffelpreise im Kern für Staffel- und Regelpreise; kundenindividuelle Preise in einer bezahlten Stufe (Beyond) im Kern (Kataloge mit Festpreisen und Mengenstaffeln; auf Basic, Grow und Advanced bis zu drei aktive Katalogzuordnungen) über Erweiterung im Kern (Specific prices je Gruppe, Kunde und Mindestmenge)
Mehrere Benutzer je Firma mit Rollen in einer bezahlten Stufe (B2B Components, Evolve, ab 6.5.6.0) im Kern (zwei Rechtestufen je Firmenstandort) nicht belegt nicht belegt
Budgets und Freigabestufen in einer bezahlten Stufe (Evolve; Freigaben ab 6.5.8.0, Budgets ab 6.7.4.0) nicht belegt nicht belegt nicht belegt
Angebotsanfrage statt Kauf in einer bezahlten Stufe (Quote Management, ab Evolve) im Kern (Entwurfsbestellungen, auf Wunsch für alle B2B-Bestellungen) nicht belegt nicht belegt
Schnellbestellung und Bestelllisten in einer bezahlten Stufe (Evolve; Schnellbestellung ab 6.5.4.0, Bestelllisten ab 6.6.3.0) nicht belegt nicht belegt nicht belegt
Bestelleinheit und Verpackungsmenge im Kern (Mindest- und Maximalabnahme, Staffelung) im Kern (Mengenregeln: Mindestmenge, Höchstmenge, Schrittweite) nicht belegt im Kern (Mindestabnahmemenge)
Rechnungskauf, Zahlungsziel, Kreditlimit im Kern nur die Zahlart Rechnung; Zahlungsziel und Kreditlimit nicht belegt im Kern für Zahlungsziele (net 7 bis net 90); Kreditlimit nicht belegt nicht belegt im Kern im B2B-Modus (Außenstandsbetrag, maximale Zahlungstage, Risikoeinstufung)

Drei Dinge dazu, die man an der Tabelle leicht falsch liest.

Die Shopware-B2B-Funktionen haben einen neuen Namen. Was früher als B2B-Suite verkauft wurde, heißt heute B2B Components und ist in Shopware 6 integriert statt als Plugin danebengestellt; Shopware selbst schrieb im Februar 2024, die B2B Suite sei „aktuell noch als Plugin alternativ zu den B2B Components verfügbar“. Für die Planung zählt die Komponentendokumentation, und die ist angenehm genau: Sie nennt für jede Komponente die Shopware-Version und den Plan, ab dem sie verfügbar ist. Wenn ein Angebot Ihnen „B2B“ anbietet, fragen Sie nach, welche der beiden Fassungen gemeint ist und ab welcher Version.

Shopifys Entwurfsbestellung ist keine Freigabe im Einkauf des Kunden. Die Einstellung, alle B2B-Bestellungen zunächst als Entwurf einzureichen, lässt Sie prüfen, bevor die Bestellung bestätigt wird — das ist ein Verkäufer-Freigabeschritt. Ein Budget oder ein interner Freigeber beim Kunden ist etwas anderes, und dafür habe ich in der Shopify-Hilfe keine Entsprechung gefunden. Verwechseln die beiden Seiten das im Gespräch, bauen Sie am Ende den falschen Ablauf.

Die vielen nicht belegt bei WooCommerce sind eine Bauweise, kein Urteil. WooCommerce liefert im Kern einen regulären Preis und einen Angebotspreis je Produkt; alles Weitere kommt aus Erweiterungen, und woocommerce.com dokumentiert solche Erweiterungen für Kundengruppen, Staffelpreise und das Ausblenden von Preisen selbst. Der Satz, der dazugehört: Jede Erweiterung ist eine Abhängigkeit, die bei jedem Update mitgepflegt werden muss. Bei zwei Erweiterungen ist das überschaubar, bei zwölf ist es ein eigener Wartungsvertrag. Und jede Pflicht-Funktion aus Ihrer Liste wird irgendwann eine Position in den laufenden Kosten — eine einmalige Entscheidung mit monatlicher Folge.

Nettopreise: was geregelt ist und für wen

Die Preisangabenverordnung in der Fassung vom 12. November 2021, zuletzt geändert am 19. Oktober 2026, regelt laut § 1 Absatz 1 „die Angabe von Preisen für Waren oder Leistungen von Unternehmern gegenüber Verbrauchern“. Sie beschreibt damit das Verhältnis zum Verbraucher. Ob und in welcher Form Ihr Shop gegenüber gewerblichen Käufern Preise angeben muss, hängt davon ab, wie Ihr Shop tatsächlich zugänglich ist und wer dort kaufen kann — das ist eine Prüfung des Einzelfalls und gehört zum Anwalt, nicht in eine Funktionsliste. Technisch relevant ist nur: Ihr System muss netto und brutto getrennt führen können und die gewählte Darstellung bis auf die Rechnung durchhalten.

ERP-Anbindung: der Punkt, der das Projekt entscheidet

In den meisten B2B-Projekten liegt das Risiko nicht im Shop, sondern in der Schnittstelle. Statt einer Werkzeugliste beantworten Sie drei Fragen, und zwar schriftlich, bevor Sie Systeme vergleichen.

In welche Richtung fließen welche Daten? Artikel, Preise und Bestände laufen üblicherweise vom ERP in den Shop, Aufträge und Kunden in die Gegenrichtung, Rechnungen wieder zurück. Jede Richtung ist ein eigener Weg mit eigenen Fehlern. Schreiben Sie sie einzeln auf, nicht als „Anbindung ans ERP“.

Wer führt welchen Datensatz? Für Artikel, Preis, Kunde und Bestand muss je genau ein System die Wahrheit halten. Zwei führende Systeme für denselben Datensatz sind die häufigste Ursache für Preise, die im Shop anders stehen als auf der Rechnung. Das ist kein technisches Problem, sondern eine Festlegung, die jemand aus dem Betrieb treffen muss — ein Thema derselben Art wie die Abläufe in Prozesse digitalisieren.

Wie oft wird abgeglichen, und was passiert bei einem Ausfall? Bestände, die einmal nachts laufen, sind morgens um elf falsch. Wichtiger als die Frequenz ist aber die zweite Hälfte der Frage: Was tut der Shop, wenn das ERP nicht antwortet — verkauft er weiter, blockiert er, oder stellt er in eine Warteschlange? Bauen Sie die Schnittstelle als Dienst mit Protokoll und Wiederholung, nicht als nächtlichen Dateiexport: Sie müssen nachträglich sehen können, welcher Auftrag wann übergeben wurde und welcher Versuch fehlschlug. Wie wir das bei Shopware lösen, steht auf unserer Seite zu Shopware.

Die Pflichtliste schreiben

Nehmen Sie die dreizehn Funktionen und sortieren Sie jede in genau eine von drei Spalten: Pflicht zum Start, später, nein. Keine vierte Spalte, keine Mehrfachnennung, keine Bewertung in Sternen. Wer keine Entscheidung trifft, verlagert sie in die Angebotsphase, und dort kostet sie Geld.

Zwei Regeln helfen beim Sortieren. Erstens: In „Pflicht zum Start“ gehört nur, was einen Verkauf verhindert, wenn es fehlt. Wenn die Bestellung ohne die Funktion trotzdem zustande kommt — notfalls mit einem Anruf —, ist es „später“. Zweitens: „später“ ist eine echte Spalte, keine höfliche Form von „nein“. Eine Funktion, die ab Tag eins verlangt wird und dann niemand benutzt, bezahlen Sie zweimal — einmal beim Bau und danach bei jedem Update, weil sie mitgetestet und mitgepflegt werden will.

Die fertige Liste gehört in die Anfrage, nicht ins Gespräch. Mit zwölf oder dreizehn Zeilen und drei Spalten bekommen Sie vergleichbare Angebote; mit der Formulierung „wir brauchen einen B2B-Shop“ bekommen Sie drei Angebote, die sich nicht vergleichen lassen.

Wann Sie keinen B2B-Shop brauchen

Es gibt einen Fall, in dem die ganze Liste überflüssig ist: Sie haben eine Handvoll Stammkunden, mit jedem sind die Preise frei verhandelt, und bestellt wird ohnehin per E-Mail oder Telefon. Dann baut ein Shop eine Mechanik für ein Problem, das Sie nicht haben — nämlich viele gleichartige Bestellungen von Kunden, die Sie nicht persönlich kennen.

Der Unterschied zwischen Shop und Portal ist schnell erklärt: Ein Shop verkauft, ein Kundenportal gibt angemeldeten Kunden Zugang zu ihren eigenen Daten — Aufträge, Dokumente, Status. Wenn Ihre Kunden eigentlich keinen Katalog brauchen, sondern Übersicht über laufende Lieferungen, ist das Portal der kürzere Weg. Wie so etwas zugeschnitten wird, steht in Kundenportal entwickeln lassen.

Der dritte Weg ist unspektakulär und oft der richtige: eine saubere Angebotsstrecke. Anfrageformular, Angebotsvorlage, Bestellbestätigung — ohne Shopsystem. Wenn Ihr Umsatz aus dreißig Angeboten im Monat besteht, lohnt sich dafür kein Katalog mit Kundenpreisen.

Was bleibt

Schreiben Sie zuerst auf, wie Sie heute verkaufen, und erst danach, was das System können muss. Die Funktionsliste ist die Übersetzung des einen in das andere — und sie ist kurz, wenn sie ehrlich ist. Mit dieser Liste und den drei Spalten gehen Sie in das Anbietergespräch; die Systemfrage beantworten Sie danach.

Quellen

Alle Seiten am 4. November 2026 abgerufen. Die Dokumentation von Shopware, Shopify, WooCommerce und PrestaShop liegt in Teilen nur auf Englisch vor; für Funktionsaussagen ist sie trotzdem die Fundstelle.

  • Shopware: B2B Components (Commercial Features) — Versions- und Planangaben je Komponente: Employee Management „From Shopware version 6.5.6.0 and the Evolve plan“, Order Approvals „As of Shopware version 6.5.8.0 and the Shopware Evolve plan“, Quick Orders „Starting with Shopware version 6.5.4.0“, Shopping Lists „From Shopware 6.6.3.0“, Budget Management „From Shopware version 6.7.4.0“, Quote Management „available to you as of the Shopware Evolve plan via the Shopware Commercial extension“
  • Shopware: B2B Components — Introduction (Entwicklerdokumentation, v6.7 stable) — Liste der Komponenten
  • Shopware: B2B Suite (Entwicklerdokumentation) — B2B Suite wird weiterhin eigenständig dokumentiert
  • Shopware: „Die neuen Shopware B2B Components“, Meldung vom 14. Februar 2024 — „aktuell noch als Plugin alternativ zu den B2B Components verfügbar“, „Der Großteil der B2B Components ist ab dem Shopware Evolve Plan verfügbar“
  • Shopware: Kundengruppen — netto oder brutto je Kundengruppe, eigenes Registrierungsformular, Freigabe oder Ablehnung durch den Händler
  • Shopware: Produkte — Abschnitt „Deliverability“ mit Mindestabnahme, Maximalabnahme und Staffelung; Reiter „Advanced pricing“ mit regelbasierten Preisen
  • Shopware: Kundenspezifische Preise — Plan Beyond, Preise über die Programmierschnittstelle
  • Shopware: Verkaufskanäle — ohne dokumentierte Option, Preise für Gäste auszublenden
  • Shopware: Zahlungsarten — Standardzahlarten inklusive Rechnung, ohne Zahlungsziel oder Kreditlimit
  • Shopify: B2B — Übersicht — „Shopify B2B is available on the Basic, Grow, Advanced, and Shopify Plus plans.“
  • Shopify: B2B-Funktionen — Kundenkonten, Anfrageformular für Firmenkonten, Bestellnummer des Kunden, Entwurfsbestellungen, Mengenregeln, Staffelpreise
  • Shopify: Kataloge — Artikel ein- und ausschließen, Festpreise, Mengenstaffeln, „On the Basic, Grow, and Advanced plans, you can have up to 3 active catalog assignments“
  • Shopify: Firmen — Rechtestufen „Ordering only“ und „Location admin“, „Submit all orders as drafts for review“
  • Shopify: Zahlungsziele — „The available terms are net 7, net 15, net 30, net 45, net 60, and net 90.“
  • WooCommerce: Produkt anlegen — Preisfelder „Regular price, Sale price, and Cost of goods“
  • WooCommerce: Wholesale Prices & Tiered Pricing (Erweiterung des Herstellers) — Kundengruppen, Preis je Gruppe, Staffeln ab Mindestmenge, Ausblenden von Preisen für Gäste
  • PrestaShop 8: Kundeneinstellungen — B2B-Modus
  • PrestaShop 8: Gruppen — Preisanzeige inklusive oder exklusive Steuer je Gruppe, Option zur Preisanzeige, die drei festen Gruppen
  • PrestaShop 8: Offene Posten — erlaubter Außenstandsbetrag, maximale Zahlungstage, Risikoeinstufung
  • PrestaShop 8: Produkte verwalten — „Specific prices“ nach Menge, Gruppe, Kunde, Währung und Land; Mindestabnahmemenge; Preiseingabe netto und brutto
  • Preisangabenverordnung (PAngV) — § 1 Absatz 1, Ausfertigung vom 12. November 2021, zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 19. Oktober 2026

Häufige Fragen

Welche Funktionen braucht ein B2B-Shop mindestens?

Es gibt kein Minimum, das für alle gilt. Die dreizehn Funktionen in diesem Beitrag decken den üblichen B2B-Verkaufsprozess ab, aber in einem konkreten Projekt entscheiden meist fünf oder sechs davon. Welche das sind, ergibt sich aus Ihrem heutigen Verkauf: Wer bekommt welchen Preis, wer darf bestellen, wer gibt frei, in welcher Einheit wird geliefert, wann wird gezahlt. Schreiben Sie diese fünf Antworten auf, bevor Sie ein System ansehen — die Funktionsliste fällt dann von selbst ab.

Was unterscheidet einen B2B-Shop von einem normalen Onlineshop?

Vier Dinge vor allen anderen. Preise sind nicht öffentlich, sondern hängen am Kunden und werden oft erst nach der Anmeldung gezeigt. Preise werden netto gerechnet, weil der Käufer vorsteuerabzugsberechtigt ist. Verkauft wird in Bestelleinheiten — Karton, Gebinde, Palette — statt in Einzelstücken. Und der Mensch, der bestellt, ist meist nicht der, der zahlt oder freigibt. Jede dieser vier Eigenschaften hat technische Folgen, die ein reiner B2C-Shop nicht abbildet.

Brauche ich für B2B zwingend Shopware, oder reicht Shopify?

Das hängt an Ihrer Liste, nicht am Systemnamen. Shopify B2B ist laut Shopify-Hilfe auf den Tarifen Basic, Grow, Advanced und Plus verfügbar und deckt Firmenkonten, Kataloge mit eigenen Preisen, Mengenregeln, Zahlungsziele und die Bestellnummer des Kunden ab. Shopware bringt Staffel- und Regelpreise sowie Bestelleinheiten im Kern mit, legt Rollen, Freigaben, Budgets, Angebote und Schnellbestellung aber in die B2B Components ab dem Evolve-Plan. Welches System Ihre fertige Liste am besten abdeckt, ist eine eigene Frage — die beantwortet unser Vergleich Shopware oder Shopify.

Was kostet eine B2B-Funktion, die ich nicht brauche?

Mehr als den einmaligen Aufwand. Jede Funktion, die ab Tag eins verlangt wird, kostet zweimal: beim Bau und danach laufend, weil sie bei jedem Update mitgetestet und mitgepflegt werden muss. Besonders teuer sind Funktionen, die an eine bezahlte Stufe oder an eine Erweiterung gebunden sind — dann hängt an einer einzigen Zeile Ihrer Liste eine dauerhafte monatliche Position. Deshalb gehört in die Pflichtliste eine mittlere Spalte „später“, und sie darf gut gefüllt sein.

Wie wichtig ist die ERP-Anbindung für das Projekt?

Sie ist in den meisten B2B-Projekten der Teil, an dem der Zeitplan hängt. Entscheidend sind drei Fragen: In welche Richtung fließen welche Daten, wer führt welchen Datensatz — Artikel, Preis, Kunde, Bestand —, und wie oft wird abgeglichen. Dazu gehört die unbequeme vierte Frage, was passiert, wenn der Abgleich ausfällt. Klären Sie das vor der Systemwahl, nicht danach: Ein Shop, der Preise anzeigt, die das ERP nicht kennt, ist schlimmer als kein Shop.

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